Im Spitzenspiel des Wochenendes konnte sich der aktuelle Tabellenzweite der Nordstaffel, RPB Berlin, gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Hamburg mit 3:1 (14:25, 25:23, 25:20, 25:23) durchsetzen.
Beide Mannschaften brauchten für dieses Duell keine besondere Motivation. Die Gäste wollten unbedingt ihre saisonübergreifende Siegesserie gegen Berliner Mannschaften fortsetzen (in sieben Spielen ungeschlagen). Die Berlinerinnen indes wurmte es immer noch, dass sie in beiden Partien der letzten Spielzeit die Punkte den Hamburgerinnen überlassen mussten.
Das Spiel begann dann allerdings etwas verhalten. Die RPB-Mädels brauchten, wie schon einige Male in dieser Saison, erst etwas Zeit, ins Spiel zu kommen. Die Zuschauer selbst schienen auch noch nicht so richtig warmgelaufen zu sein. Am Ende wurde der erste Satz deutlich an die Hamburgerinnen mit 14:25 abgegeben.
Trainer Benderoth hatte vor dem Spiel mehrfach die schnelle Spielweise der Hamburgerinnen angesprochen: “Finden wir dagegen die richtigen Mittel, ist ein Sieg gegen die Norddeutschen machbar.”
Der Benderoth-Truppe gelang es dann ab dem zweiten Abschnitt, die Trainervorgaben immer besser umzusetzen. Basierend auf einer guten Annahme wurden einige überraschende Angriffe vorzutragen. Zuspielerin Insa Brychzy scheute sich dabei nicht, auch mal etwas zu riskieren. Dadurch fanden zwar einige wenige Zuspiele nicht wirklich einen Abnehmer, aber diese Risikobereitschaft wurde am Ende belohnt und in Summe konnten damit viele äußerst sehenswerte Angriffsaktionen erfolgreich abgeschlossen werden.
Insgesamt blieb das Spiel bis in die Endphase spannend. Viele lange Ballwechsel sorgten dann auch für die entsprechende Stimmung in der Halle. Obwohl die Berlinerinnen meist vorn lagen, hielten die Gäste stets hervorragend dagegen. Sie gaben sich selbst beim ersten Spielball beim Stand von 24:20 noch nicht geschlagen, holten noch einmal drei Punkte in Folge, bevor durch einen erzwungenen Annahmefehler der Gäste der Siegpunkt für RPB erzielt wurde.
Hamburgs Trainer Ali Hobst lobte die Einsatzbereitschaft der Berlinerinnen und Heimtrainer Stefan Benderoth unterstrich noch einmal die sichere Annahme und die gute Arbeit am Block als die ausschlaggebenden Kriterien für diesen Erfolg.






