Im ersten Spiel zum Auftakt der Saison 2010/2011 gelang den Spielerinnen von RPB Berlin mit einem ungefährdeten 3:0 (25:20, 25:15, 25:17) beim TV Gladbeck ein Auftakt nach Maß.
Ganz selbstverständlich war dieses Ergebnis allerdings nicht. Die Anspannung war auf beiden Seiten groß. Gladbeck hatte sich u.a. die ehemalige Bundesligaspielerin, Esther Stahl, als Verstärkung geholt und das Team insgesamt hatte eine gute Vorbereitung gespielt. Ausgerechnet am ersten Spieltag musste die Mannschaft allerdings auf ihre Kapitänin, Katharina Friedrich, auf Grund eines Kreuzbandrisses verzichten.
Dennoch legte die Heimmannschaft los, wie die Feuerwehr, führte schnell mit 5 Punkten und zwangen Trainer Benderoth zur frühzeitigen ersten Auszeit. Danach konnte Gladbeck den Vorsprung zwar nicht weiter ausbauen, Berlin war aber auch nicht in der Lage, zu verkürzen. Beim Stand von 18:13 für das Heimteam besannen sich die Berlinerinnen dann aber offensichtlich ihrer Spielstärke und vor allem dessen, was Trainer Benderoth als taktische Marschrichtung vorgegeben hatte. Sie machten eine Serie von Punkten, zogen vorbei und gewannen den Satz mit 25:23.
In den Sätzen 2 und 3 ließ der amtierende Vizemeister aus Berlin den Wiederaufsteiger Gladbeck dann nicht mehr ins Spiel kommen und machte damit auch die Hoffnungen der Zuschauer auf engeres Spiel zunichte. Diese hatten zumindest viel Freude am Pausenprogramm – eine heimische Breakdance-Gruppe zeigte, was sie kann und sorgte damit für gute Unterhaltung
Es ist schwer, einzelne Spielerinnen der Berliner Mannschaft hervorzuheben. Dieser Sieg war das Ergebnis einer harmonisch agierenden und taktisch gut eingestellten Mannschaft.
Alles in allem ein gelungener Auftakt für den neuen Berliner Trainer Stefan Benderoth, der sich im Schlussinterview auf die Frage nach den Saisonzielen allerdings zurückhaltend äußerte: „Ich hoffe, wir können stabil und möglichst verletzungsfrei die Saison gestalten und um die Medaillen mitkämpfen.“ Die Feststellung des Hallensprechers, mit dieser Leistungsfähigkeit gehöre RPB Berlin zu den Titelaspiranten, wiegelte Benderoth bescheiden ab und verwies darauf, dass man nach dem ersten Spieltag eine solche Prognose nicht stellen könne.
Mit dem Sieg verteilte die Mannschaft gleichzeitig Geburtstagsgeschenke: Spielerin Nadja Kubiziel und Trainer Benderoth hatten am Sonntag ihren Ehrentag. Deshalb wurde irgendwo im Nirwana der Autobahn, auf dem Weg zurück von Gladbeck nach Berlin, um Mitternacht extra Halt gemacht, damit beide die Glückwünsche der Mannschaft entgegennehmen konnten.
Die RPB-Fans werden am kommenden Sonntag im Life-Ticker dann gleich beim zweiten Auswärtsspiel der Saison gegen Bremen mitfiebern. Sie freuen sich jetzt schon auf das erste Heimspiel am 23.10.2011, um 16.00 Uhr im Berliner Sportforum. Dann wird es im
Lokalderby gegen den TSV Rudow gleich richtig spannend, zumal seitens RPB noch eine kleine Rechnung aus der letzten Saison offen ist.









