RPB Geschichte

Die Sportgemeinschaft Rotation Prenzlauer Berg e. V. ist ein Verein mit einer sehr großen Tradition. Die Betriebssportgemeinschaft wurde im Jahr 1950 gegründet und als Trägerbetrieb fungierte eine der größten Druckereien von Ostberlin, das „Neue Deutschland“. Der Name „Rotation“ ist begründet durch die großen Papierrollen, die der Grundstock für die Produktion von Tageszeitungen war und ist.

Nun speziell zur Historie der Abteilung Volleyball:

Die damalige „Sektion“ Volleyball wurde 1972 gegründet und entwickelte sich mit der Unterstützung des Trägerbetriebes sehr schnell zu einer sehr guten Adresse im Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetriebes. In den Jahren zwischen 1972 und 1979 erklomm man im weiblichen und männlichen Bereich die Leiter des Aufstieges Schritt für Schritt. Die Konzentration der Nachwuchsarbeit lag und liegt im weiblichen Bereich. Man gründete 1979 das weibliche Trainingszentrum (TZ) bei RPB.

In den 10 Jahren von 1979 bis 1989 war das Ziel, Leistungssportler zu entwickeln und dem TSC zuzuführen und in der Sportschule einzuschulen. Während dieser Zeit wurden viele Kader erfolgreich zum TSC delegiert. Durch das Wirken eines hauptamtlichen Trainers (TZ-Trainer) konnte diese leistungsbezogene Entwicklung sehr gut gesteuert werden.

Im weiblichen Erwachsenenbereich war das Ende der Fahnenstange für die Aufstiege Anfang der 80-er Jahre erreicht und RPB spielte in der höchsten Spielklasse der damaligen DDR – der Oberliga. In Berlin gab es ein starkes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen WBK, TSG Fernsehen und RPB. In den darauf folgenden Jahren konnte 3 Mal als größter Erfolg der Pokal für die beste BSG-Mannschaft der DDR, darunter 1990 der letzte ostdeutsche DSVB-Pokal, errungen werden. Im Jahr 1989 hatte die Sektion Volleyball von RPB über 500 Mitglieder. Die 1. Frauen-mannschaft von RPB qualifizierte sich auf Grund ihrer Platzierung in der Oberliga-saison 1990/1991 erstmals für die 2. Bundesliga, wo sie aus finanziellen Gesichts-punkten unter dem Namen SG Rupenhorn im 1. Jahr ungeschlagen den 1. Platz belegte und somit direkt in die 1. Bundesliga aufstieg. Sie konnte sich aber in dieser nicht halten und spielte in der Saison 1993/1994 wieder in der 2. Bundesliga, wo sie den 2. Platz erringen konnte. Aus finanziellen Gründen ließen sie sich wieder als RPB in die Landesliga abstufen. Hiernach gelang es, sich in der Landesliga zu etablieren, In der Saison 1999/2000 wurde der Aufstieg in die Regionalliga Nordost erkämpft. In den Jahren 2000 bis 2008 wurden mehrere Medaillenplätze in dieser Liga erreicht und als Krönung wurde in der Saison 2008/2009 der Aufstieg in die 2. Bundesliga erkämpft.

Zwischen 1995 und 2000 mussten sich die Strukturen in der Abteilung Volleyball bei RPB erst wieder neu entwickeln und stabilisieren. Durch eine gute Sichtungsarbeit im ehrenamtlichen Bereich in diesen Jahren konnte Schritt für Schritt der Grundstein für die Folgejahre gelegt werden. Ab Mitte 2005 konnte und kann durch eine hauptamtliche, durch VVB, LSB und RPB mischfinanzierte Trainerstelle ein greifendes Nachwuchskonzept entwickelt und konsequent durchgeführt werden. Viele Medaillen bei Berliner und Nordostdeutschen sowie Deutschen Meisterschaften belegen diese erfolgreiche und leistungsorientierte Arbeit.

Der männliche Erwachsenenbereich lebte fast ausschließlich von den Rückdelegierungen der Leistungssportler der beiden Sportclubs SC Dynamo Berlin und Berliner TSC. Auf Grund dieser Basis konnte sich die 1. Männermannschaft der BSG RPB zu einer der stärksten BSG-Mannschaften der ehemaligen DDR entwickeln. In den laufenden 10 Jahren von 1979 bis 1989 wurden sie 2 Mal Vizepokalsieger und 3 Mal Pokalsieger der damaligen DDR. Gemeinsam mit dem „Oberliga-Kollektiv“ Nordhausen bestimmten die uneingeschränkt die Spitze der BSG-Mannschaften zu dieser Zeit. Sie qualifizierten sich, ebenfalls wie die 1. Damenmannschaft, für die 2. Bundesliga, in der sie aber aus finanziellen Gründen nicht spielen konnten und ließen sich in die Landesliga zurückstufen. 1994 stiegen die Männer in die Regionalliga Nordost auf, bestimmten dort ausnahmslos in den folgenden 5 Jahren das Niveau. In den nächsten 8 Jahren wurde diese Mannschaft teilweise aus Altersgründen umstrukturiert und musste auch 2 Mal in die Landesliga absteigen. Derzeit spielt diese Mannschaft wieder in der Regionalliga Nordost und versucht, sich weiterhin zu verjüngen.

Ein sehr erfolgreicher Bereich unserer Abteilung Volleyball ist der männliche Seniorensport. In den Senioren-Altersklassen I – IV konnten in den letzten 20 Jahren mehrfach Medaillen bei den Berliner, Nordostdeutschen und Deutschen Meisterschaften, sowie sogar 6 Mal Deutsche Meistertitel errungen werden.

Auch der männliche Nachwuchs wird in der Abteilung Volleyball, nicht so intensiv wie der weibliche Nachwuchs, betreut.

In der Abteilung Volleyball wurde in den vergangenen 35 Jahren auch immer Wert auf den Volks- und Breitensport gelegt. So gab es in dieser Zeit stets mehrere Volks- und Breitensportler, Frauen wie Männer.

Es wurden hier nur einige allgemeine Angaben zur Entwicklung der Abteilung Volleyball der SG Rotation Prenzlauer Berg e. V. gemacht. Dies soll aber das Engagement der ehemaligen und heutigen Mitglieder nicht negieren bzw. schmälern.

In den letzten 25 Jahren waren 2 Sporthallen die Heimstätten unserer Abteilung, die Sporthalle der Grundschule am Planetarium in der Ella-Kay-Straße sowie die Sporthalle der Grundschule am Kollwitzplatz in der Knaack- bzw. Sredzkistraße. Die Zusammenarbeit mit den Schulen war und ist hervorragend.

Die Geschäftsstelle der SG Rotation Prenzlauer Berg e. V. befindet sich in der Sredzkistraße 6-8, 10435 Berlin im Sporthallenkomplex.