RPB vs. TSV hochdramatisches Lokalderby – mehr als nur Volleyball

Am Sonntag gab es beim ersten Volleyday der Saison 2011/2012 im Berliner Sportforum Hohenschönhausen einen echten Klassiker. Der amtierende Vizemeister empfing den Ortsrivalen aus Rudow und gewann das Derby in einer äußerst spannenden und teilweise sehr emotionsgeladenen Partie mit 3:2 (22:25, 26:24, 25:15, 24:26, 15:12).

Aber der Reihe nach: Damit dieser Spieltag zu einem Saison-Highlight wird, hatte RPB-Trainer Benderoth an den letzten Trainingstagen besonders an der weiteren Verbesserung der individuellen Stärken seiner Spielerinnen gearbeitet.

Die Brisanz des Spiels bestand im Besonderen darin, dass Rudow zum Ende der letzten Saison die Punkte aus dem Sportforum entführen konnte. Dies sollte nicht erneut passieren.

Darüber hinaus legten sich aber auch die Organisatoren für das erste Heimspiel besonders ins Zeug. Nicht genug, dass der Hauptsponsor “schnellstrom” jedem der mehr als 500 Zuschauer einen Begrüßungssekt spendierte. Die Beachbar erhielt ein neues, attraktiveres Gesicht; für die kleinen Besucher wurde extra eine Hüpfburg organisiert und DJ Jürgen lieferte u.a. mit ausgesuchten Berlinsongs den richtigen Backround. Für einen stimmungsvollen und familiären Sonntagnachmittag waren damit die besten Voraussetzungen gegeben.

In einem sehr engen und von beiden Mannschaften intensiv geführten Spiel gewannen die RPB-Mädels am Ende mit 3:2 und bleiben damit ungeschlagen an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Nord. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und zeigten eine äußerst ausgeglichene Leistung.

Besonders attraktiv für das zahlreich erschienene Publikum waren die teilweise sehr langen Ballwechsel. Diese wurden dann auch mit entsprechendem Beifall honoriert. Keine Mannschaft konnte sich in den einzelnen Sätzen vom jeweiligen Gegner absetzen. Lediglich den 3. Satz gewannen die RPB-Mädels etwas deutlicher. Den Ausschlag für den Sieg von RPB gab nach Aussage des Rudower Trainers Jürgen Schier „letztlich die bessere Leistung im Bereich der Feldabwehr“.

Klar, dass Trainer Benderoth sich nach dem Spiel sehr zufrieden zeigte und auch niemanden aus der Mannschaft ausdrücklich hervorheben wollte: “Wir wollten am ersten Heimspieltag natürlich mit einer guten Mannschaftsleistung aufwarten. Es war ein knappes Spiel. Aber ich glaube, wir haben am Ende verdient gewonnen“. Angemerkt sei dennoch, dass sich Anja Franke im Vergleich zur Vorsaison stark leistungsverbessert zeigte und Libera Irene Hannibal und Zuspielerin Insa Brychzy wieder einmal eine Bank waren.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Zuschauern für Ihren Besuch danken, die mit Ihrem zahlreichen Erscheinen und Ihrer stimmungsvollen Unterstützung wesentlich zu diesem tollen Sportevent beigetragen haben. Wir hoffen, dass wir sie alle am nächsten Heimspieltag, den 13.11.2011 wieder in der Halle begrüßen können.